Projektmitarbeiter*in für PROvention, die Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus in S.-H.

Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. sucht im Rahmen der Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus in Schleswig-Holstein, PROvention, eine*n Projektmitarbeiter*in (40 Stunden pro Woche, nach Absprache ggf. Teilzeit möglich). Die Stelle ist zum 1. Januar zu besetzen und zunächst bis zum 31.12.2024 befristet. Das Projekt läuft bereits seit 2015 und eine Weiterführung nach 2024 wird angestrebt.

 

Einblick die Arbeit

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Beratung von Menschen, in deren Umfeld sich eine Person vermeintlich oder tatsächlich in einem Radikalisierungsprozess befindet. Dies können Angehörige wie Eltern oder Geschwister sein oder auch Fachkräfte wie Lehrer*innen, Erzieher*innen oder Sozialarbeiter*innen. Radikalisierung bedeutet im Arbeitskontext von PROvention, dass sich zumeist junge Menschen in einer Hinwendung zum Salafismus befinden. Diese Personen, welche direkt von Radikalisierung betroffen sind, unterstützt das Team von PROvention bei ihren individuellen Ausstiegs- und Distanzierungsprozessen. Die Beratungsarbeit findet im ganzen Bundesland statt, wird meist im Tandem durchgeführt und basiert überwiegend auf dem systemischen Ansatz. Begleitet wird die Arbeit durch kollegiale Fallberatung im Team und Einzelsupervision für die Berater*innen. Des Weiteren ist die vielfältige Netzwerkarbeit im ganzen Bundesland ein fester Bestandteil der Arbeit. Hierzu zählt die Vernetzung mit Jugendämtern, kommunalen Verwaltungen, Stadtteilbüros, Polizei, Geflüchtetenhilfe und Migrationsberatungsstellen, um sich mit Fachkräften und anderen relevanten Sozialraumakteur*innen auszutauschen.

 

 

Aufgaben:

  • telefonische und persönliche Beratung von Angehörigen, Freund*innen und Bekannten von Personen, die von Radikalisierung bedroht sind, sowie Beratung von Sozialraumakteur*innen 
  • Ausstiegshilfe von Personen, die in extremistischen Strukturen aktiv sind
  • Mitarbeit an Publikationen und Informationsmaterial
  • Unterstützung in der Netzwerkarbeit mit Behörden, Ämtern und anderen zivilgesellschaftlichen Trägern
  • Weiterentwicklung des Gesamtprojektes

 

Voraussetzungen:

•   abgeschlossenes Hochschulstudium (BA oder höher) im Bereich Soziale Arbeit, Pädagogik, Theologie, Islamwissenschaft, Psychologie oder anderen relevanten Fachbereichen

  • ausgeprägte soziale und interkulturelle Kompetenzen
  • hohes Maß an Selbstständigkeit und Organisationsfähigkeit
  • gute kommunikative Fähigkeiten
  • Bereitschaft, gelegentlich am Abend und in Ausnahmefällen am Wochenende zu arbeiten

 

Wir bieten:

  • Vergütung angelehnt an den Tarifvertrag der Länder (West) TVL 11
  • regelmäßige Fortbildungen für Mitarbeiter*innen, beispielsweise zu Systemischer Beratung, Traumapädagogik, Mediation oder Deeskalationstraining
  • regelmäßige externe Teamsupervision sowie Einzelsupervision und kollegiale Fallberatung
  • ein motiviertes und interkulturelles Team mit verschiedenen fachlichen Hintergründen (u.a. Islamwissenschaft, Theologie, Soziale Arbeit, Pädagogik, Kommunikationswissenschaft und Psychologie)
  • offene und intensive Kommunikationskultur sowie gegenseitige Unterstützung im Team
  • einen anspruchsvollen und interessanten Arbeitsplatz bei einem erfahrenen, vielseitigen, überparteilichen und überkonfessionellen Träger

 

 

Bitte senden Sie uns Ihre Bewerbung in einem zusammenhängenden PDF-Dokument (Anschreiben, Lebenslauf sowie Zeugnisse) per E-Mail zum frühstmöglichen Zeitpunkt an folgende E-Mail-Adresse: bewerbungen@tgsh.de

z.H. Herrn Dr. Cebel Küçükkaraca

Wir fördern und leben die berufliche Gleichstellung, daher freuen wir uns besonders auf Bewerbungen von Frauen, Menschen mit Schwerbehinderung sowie Menschen mit Migrations-/Fluchterfahrung.