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Für eine offene Gesellschaft - Aufstehen gegen Rassismus und Diskriminierung: Infoabend und Vernetzungsmöglichkeit für Region Eckernförde in der Bürgerbegegnungsstätte Eckernförde.


Die große Mehrheit in unserem Land lebt gerne in einer offenen demokratischen Gesellschaft.
Dies gerät viel zu oft in Vergessenheit in Zeiten von Fake News, erstarkendem Rechtspopulismus, geprägt von Hass und Hetzkommentaren im Netz sowie im Alltag.
Bettina Kruse lud drei Projekte ein die zum Mitmachen einladen. Sie sagt “ Auch in Eckernförde und Umgebung sind wir die Mehrheit und das sollten wir zeigen: ob im Kommunalwahlkampf, am Arbeitsplatz, im Freundes- und Bekanntenkreis und auf der Straße.“
Und genau diesem Thema widmet sich die Veranstaltung „Für eine offene Gesellschaft - Aufstehen gegen Rassismus und Diskriminierung“ Am Freitagabend den 20.April haben sich über 20 engagierte Menschen in Eckernförde getroffen um gemeinsam über das Thema Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung zu diskutieren und sich auszutauschen. Den Anfang hat das Projekt DISSkriminierung gemacht. Aljoscha Tischkau von der Türkischen Gemeinde in Schleswig Holstein e.V. forderte die Beteiligten auf einen Perspektivwechsel zu wagen und sich darauf einzulassen in Gedanken und Reaktionen für Menschen mit Migrationshintergrund einzutauchen. Es ging auch gleich lebhaft los. „Also ich behandele eigentlich immer alle Menschen gleich“ kam es aus dem Publikum. „Und wenn ich in den Urlaub fahre, werde ich auch anders behandelt“. Fragen und Aussagen, die vermehrt auftreten, wenn man Menschen auf rassistische Diskriminierungserfahrungen aufmerksam macht.
In solchen Aussagen steckt häufig die Annahme, zu glauben, dass „wir“ alle gleich seien. Dahinter verbirgt sich die Frage, wer hier aus welcher Perspektive davon ausgeht, ob „wir doch alle gleich seinen“, wenn so viele Menschen eben zu oft eine gegenteilige Erfahrung der Andersartigkeit machen. „Wir sind doch alle gleich und das sehe ich auch so“ fragen wer spricht wie und aus welcher Perspektive und welche Bilder existieren über Gruppen und Menschen bringt weiße Menschen schnell in eine Verteidigungshaltung. Wir wollen mit einander Reden und nicht übereinander mussten sich die Teilnehmer sich immer wieder erinnern.
Definitionsmacht und Perspektivwechsel neu zu denken und sich auf ungewohnte Perspektiven einzulassen, erfordert Mut, Ambiguitäts-, Toleranz und den Willen eigne Muster zu überdenken.
Vielleicht konnte die Infoveranstaltung dazu beitragen und neue Kontakte und Netzwerke mit einander zu verknüpfen. Es folgten noch 2 weitere Projektvorstellungen und ein Markt der Möglichkeiten an dem sich die Beteiligten auch schon gleich zu möglichen Aktionen austauschten.
DISS-kriminierung
Das Projekt möchte einen Ort schaffen, an dem Jugendliche of Color und andere potentiell von Diskriminierung Betroffene Anerkennung erfahren und ernst genommen werden,
sowie Wissen über gesellschaftliche Prozesse von Ausgrenzung und Rassismus vermitteln.
http://www.tgsh.de/index.php?page=newsArticle&lang=de&artid=0000000518
Aufstehen gegen Rassismus!
Die Kampagne will im Alltäglichen ansetzen und Menschen in die Lage versetzen, die Schrecksekunde zu überwinden und Position gegen rechte Hetze zu beziehen.
In Trainings werden gängige rechte Positionen untersucht und gemeinsam geübt, das Wort zu ergreifen um für solidarische Alternativen zu streiten.
https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/ #dafür
- Die Initiative Offene Gesellschaft
möchte die Demokratie gegen ihre Feinde verteidigen und unsere Gesellschaft weiterentwickeln,
indem sie die vielen demokratischen Kräfte, die jeweils für sich wirken, zu einer machtvollen zivilgesellschaftlichen Bewegung bündeln.
Vorgestellt wird die Initiative für einen neuen Feiertag, den “Tag der offenen Gesellschaft”.
https://www.die-offene-gesellschaft.de/