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NDR Krimi-Serie: Wem Ehre gebührt. Reaktion der Aleviten verständlich.

Die Türkische Gemeinde in Deutschland hat Verständnis für die Bestürzung der alevitischen Gemeinde über die NDR Krimi-Serie „Wem Ehre gebührt“ gezeigt.

In diesem Film wird das Thema Inzest inbezug auf eine alevitische Familie behandelt. Somit bedient sich die Autorin eines Vorurteils, das in der Türkei und unter den in Deutschland lebenden Muslimen zur Diffamierungen der Aleviten führt.

Hierzu erklärte der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat: „Der im Film angedeutete Zusammenhang zwischen kriminellen Verhaltensweisen und der gemeinsamen Herkunft ist diskriminierend und aussondernd, weil er bestehende Vorurteile pflegt oder erst entstehen lässt.“

Gerade von islamistischer Seite den Aleviten fälschlicherweise angelastete Thema des Kindermissbrauchs verletze alevitische Sensibilitäten, so die Türkische Gemeinde in Deutschland.

„Was wir brauchen ist nicht Schüren von Vorurteilen, sondern die Ermöglichung von Empathie und des gegenseitigen Verständnisses“, so Kolat weiter.

Die ARD-Rundfunkanstalten seien aufgefordert, so die TGD, in ihre Rundfunkräte Menschen mit Migrationshintergrund zu wählen, um den Meinungsaustausch innerhalb der Anstalt zu fördern. Des Weiteren sei es notwendig, Menschen mit Migrationshintergrund als Mitarbeiter/innen in allen Ebenen der Anstalten einzustellen.

TÜRKISCHE GEMEINDE IN DEUTSCHLAND
Almanya Türk Toplumu
Bundesgeschäftsstelle / Genel Merkez


27.12.2007