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Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein solidarisiert sich mit der queeren Community

Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H) verurteilt den islamistisch motivierten Terroranschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin in aller Deutlichkeit. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl sind bei den Opfern, ihren Angehörigen sowie allen Menschen, die durch diese abscheuliche Tat körperlich oder seelisch verletzt wurden. Wir stehen fest und solidarisch an der Seite der queeren Community und ihrem Einsatz für Vielfalt, Gleichberechtigung, Toleranz und das Recht jedes Menschen, frei und selbstbestimmt leben zu können.

Dieser Terroranschlag richtet sich gegen die Grundwerte unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft. Er ist ein Angriff auf die Menschenwürde, die Freiheit, die Vielfalt sowie das Recht jedes Menschen, ohne Angst, Diskriminierung oder Gewalt offen und selbstbestimmt leben zu können.

Der Landesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein, Dr. Cebel Küçükkaraca, erklärt:

„Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und allen Menschen, die diesen grausamen Terroranschlag erleben mussten. Vielfalt, Demokratie und die Achtung der Menschenrechte sind unverzichtbare Grundpfeiler unseres Zusammenlebens. Wer Hass und Terror gegen diese Werte richtet, greift nicht nur einzelne Menschen an, sondern unsere gesamte demokratische Gesellschaft. Dem treten wir gemeinsam, entschlossen und mit aller Klarheit entgegen.“

Gleichzeitig warnt die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein davor, diesen Terroranschlag für pauschale Schuldzuweisungen gegenüber Muslim*innen oder Menschen mit Migrationsgeschichte zu instrumentalisieren. Die überwältigende Mehrheit der Musliminnen und Muslime in Deutschland lebt die gleichen demokratischen Werte und lehnt Hass, Gewalt und Extremismus entschieden ab. Wer nach einer solchen Tat ganze Bevölkerungsgruppen unter Generalverdacht stellt oder antimuslimischen Rassismus schürt, trägt nicht zur Sicherheit bei, sondern vertieft gesellschaftliche Spaltung und gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Antwort auf Terror kann nur in der konsequenten Verteidigung unserer demokratischen Werte liegen. Dazu gehören die entschlossene Bekämpfung des Islamismus ebenso wie aller anderen Formen von Extremismus, Menschenfeindlichkeit und Radikalisierung. Ebenso entschieden müssen wir jeder Form von Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit und antimuslimischer Diskriminierung entgegentreten.

Gerade in einer Zeit, in der Hass, Hetze und demokratiefeindliche Ideologien an Einfluss gewinnen, braucht es eine klare und unmissverständliche Haltung. Demokratie lebt von Vielfalt, Freiheit, gegenseitigem Respekt, Solidarität und Rechtstaatlichkeit. Diese Werte verbinden uns – unabhängig von Herkunft, Religion oder Weltanschauung, sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität. Sie gemeinsam zu schützen und zu verteidigen, ist die Verantwortung aller Demokratinnen und Demokraten.