
Sechs Jahre nach Hanau: Erinnerung, Verantwortung und entschlossenes Handeln
Am 19. Februar 2026 jährt sich der rassistische Terroranschlag von Hanau zum sechsten Mal. Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein erinnert an die neun Menschen, die am 19. Februar 2020 aus rassistischen Motiven ermordet wurden: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov.
Sechs Jahre nach der Tat bleibt der Schmerz über den Verlust unermesslich. Zugleich steht Hanau weiterhin als Mahnung für die tödlichen Konsequenzen von Rassismus, rechtsextremer Ideologie und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
Der Landesvorsitzende der TGS-H, Cebel Küçükkaraca, erklärt:
„Das Gedenken an die Opfer von Hanau ist ein Ausdruck unserer Solidarität mit den Familien und Hinterbliebenen. Es ist zugleich ein klarer Auftrag an Staat und Gesellschaft, Rassismus konsequent zu benennen und wirksam zu bekämpfen. Schweigen oder Wegsehen dürfen keine Optionen sein.“
Auch im Jahr 2026 zeigen aktuelle Entwicklungen, dass Diskriminierung, Hassrede und extremistische Ideologien weiterhin eine reale Gefahr darstellen. Eine demokratische Gesellschaft lebt von Vielfalt, Respekt und gegenseitiger Anerkennung. Diese Werte aktiv zu schützen, ist eine gemeinsame Aufgabe von Politik, Institutionen und Zivilgesellschaft.
Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein ruft daher Politik, Zivilgesellschaft und jede einzelne Person dazu auf, Haltung zu zeigen. Das Erinnern an Hanau bedeutet, sich entschieden für Menschenwürde, Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen.
Das Gedenken an die Opfer verpflichtet uns – heute und in Zukunft. Für eine Gesellschaft, in der Vielfalt selbstverständlich ist und in der Rassismus keinen Platz hat.