AUSBILDUNG UND INTEGRATION FÜR MIGRANTEN (AIM)

 

Thema

 

Ausbildung, Weiterbildung, Schaffung von neuen Ausbildungsstellen für junge Menschen mit Migrationshintergrund

 

Inhaltlicher Schwerpunkt

 

Intensive Beratung, Unterstützung und Begleitung junger Menschen mit Migrationshintergrund beim Übergang von der Schule in die Berufsausbildung unter Einbeziehung der Eltern sowie Motivierung von Migrantenbetrieben zur Ausbildungsbereitschaft bzw. Schaffung von neuen Lehrstellen

 

Handlungsfelder
  • Beratung zu Bildung, Ausbildung, Arbeit

  • Berufsorientierung

  • Erwerb von Schulabschlüssen

  • Ausbildungsplatzakquise

  • Betriebspraktikum

  • Arbeitsvermittlung

  • Elternarbeit

  • ausbildungs- oder arbeitsbegleitende Hilfen

Pädagogischer Ansatz

  • Berufspädagogik

  • Betriebspädagogik

  • Interkulturelle Bildung

  • Aufsuchende Jugendsozialarbeit

  • Mädchenarbeit

Abschluss/Nachweis

 

Schulabschluss
Ausbildungsabschluss

 
Kapazität

 

ca. 160 Jugendliche pro Jahr

 

Herkunftsländer

 

Keine Einschränkungen

 

Schulische/Berufliche Merkmale

 

Erster allgemeinbildender Schulabschluss
Mittlerer Schulabschluss
Förder-/Sonderschulabschluss
ohne Schulabschluss
Ausbildungsabbruch
Teilnehmer_innen an Fördermaßnahmen

Schulabschlüsse aus den Herkunftsländern (nicht anerkannt)

 

Schulische/Berufliche Merkmale

 

Soziale Merkmale
Migrationshintergrund
Arbeitslosigkeit
unzureichende Deutschkenntnisse
Sozial-/Bildungsbenachteiligung

 
Beschreibung

 

Das AIM-Projekt und seine 3 Säulen

 

In Lübeck, Elmshorn und Umgebung verfolgt das AIM-Projekt das Ziel, die hier ansässigen Jugendlichen mit Migrationshintergrund über Ausbildungsmöglichkeiten und Bewerbungsverfahren zu informieren und sie bei der Umsetzung motivierend zu unterstützen. Das AIM-Projekt ist eine Anlaufstelle für alle Migrant_innen, um ihre Bildungs- und Berufschancen, trotz aller unüberbrückbaren Hindernisse (wie z.B. sprachliche, religiöse und andere kulturelle Differenzen) zu steigern. Die Jugendlichen werden bei ihrer beruflichen Orientierung und Qualifizierung individuell beraten, damit sie ihre soziale, fachliche und methodische Kompetenz ausbauen und gezielt einsetzen können. Das AIM-Projekt leistet jungen Menschen mit Migrationshintergrund bei der Bewältigung ihrer beruflichen Probleme Unterstützung mit ganzheitlichen Konzepten.


Hier verfolgen wir das Ziel, die regional ansässigen Jugendlichen mit Migrationshintergrund über bestehende Ausbildungsmöglichkeiten und Bewerbungsverfahren zu informieren und sie bei der Herangehensweise sowie Umsetzung motivierend zu stärken und intensiv zu unterstützen. Aufgrund verschiedener Umstände nehmen diese Jugendliche die vorhandenen Angebote zur beruflichen Eingliederung nicht in Anspruch. Diese lassen sich z.T. nicht einmal bei den Arbeitsagenturen registrieren, um damit ihre Vermittlungschancen zu erhöhen.

Die Jugendlichen werden meist über die Schulen, Moscheen, Sportvereine und Jugendzentren rekrutiert. Zwei hauptamtliche Mitarbeiter in unseren beiden Projektbüros in Elmshorn und Lübeck werben bei jeder Gelegenheit für Informationen bezüglich der Aus-und Fortbildung. Dabei ist es wichtig das Vertrauen der Jugendlichen und ihrer Eltern zu gewinnen. Insofern geht die Arbeit von unseren Projektmitarbeitern auch nach Dienstschluss weiter: Sie nehmen an verschiedenen Veranstaltungen und Aktivitäten teil, um Jugendliche und ihre Eltern zu erreichen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Diese Vernetzungsarbeit ist ein wichtiger und sensibler Bereich von unserer Projektarbeit. Ein ganzheitlicher Ansatz mit Einbeziehung der soziokulturellen Umgebung kann nur auf dieser Weise geleistet werden.

Das AIM-Projekt steht für eine koordinierte Verbesserung und Sicherung der Zukunftschancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Dabei bilden 3 Säulen das Grundgerüst von AIM:

 
Die Jugendarbeit im Hinblick auf Information über schulische und berufliche Ausbildungsmöglichkeiten, Qualifizierungsmaßnahmen, sowie Bewerbungs- und Vorstellungstrainings

 

Für die richtige Berufswahl ist es wichtig, sich über die eigenen Werte, Stärken und Ideale im Klaren zu sein. Das gelingt nicht auf Anhieb jedem Jugendlichen. Viele Jugendliche sind noch sehr unsicher und haben sich nicht rechtzeitig Gedanken über ihre Berufswahl gemacht. Für sie ist es umso schwieriger die richtige Entscheidung zu fällen und sich passgenau zu bewerben. Durch intensive Betreuung versuchen wir gemeinsam die Fähigkeiten und Interessen des Jugendlichen zu erkunden und mögliche Lösungswege bei der Berufsorientierung aufzuzeigen. Endziel ist eine vorrangige Vermittlung mit Übergang in eine duale Ausbildung oder alternativ in ein Praktikum, Studium, weiterführende Schule oder berufliche Bildungsmaßnahme.

 

Die Jugendlichen erstellen unter professioneller Anleitung in unseren Räumlichkeiten ihre Bewerbungsmappen für einen Ausbildungsplatz. Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse und das Deckblatt mit Foto bleiben bei uns erfasst und können für weitere Bewerbungen aktualisiert und genutzt werden. Die Bewerbungsdaten können die Jugendlichen auf einem USB-Stick auch mit nach Hause nehmen. Die Anmeldungsformulare für weiterführende Schulen werden an Ort und Stelle bei uns ausgefüllt und abgeschickt. Bei etwaigen Fragen nehmen wir Kontakt mit den entsprechenden Schulen auf, klären die Aufnahmebedingungen und koordinieren die Wartelisten.

Schwächere Schüler müssen oft zu ihren Terminen bei der Arbeitsagentur begleitet werden. Die Mitarbeiter vom AIM-Projekt richten diese Termine ein und betreuen die Schüler bis zu einem befriedenden Abschluss. Dies ist notwendig, da viele dieser Schüler mit den Beratern der Agentur für Arbeit nicht zurechtkommen. Bei einigen Schülern kommen nicht einmal selbstständige Terminabsprachen mit der Agentur für Arbeit zustande.  Das Vorstellungsgespräch ist bei uns als ein wichtiges Modul in die Prozedur einer Bewerbung integriert. In unseren Beratungsbüros üben die Jugendlichen anhand von Rollenspielen mögliche Abläufe von Bewerbungsgesprächen und rüsten sich gezielt für das anstehende Bewerbungsgespräch.

 
Die Akquisition neuer Ausbildungsplätze in Migrantenbetrieben

 

Die Zusammenarbeit mit Migrantenbetrieben ist weiterhin eine tragende Säule der AIM-Projektarbeit. Durch unsere langjährige erfolgreiche Arbeit und flächendeckende Vernetzung konnten wir zahlreichen Migrantenbetrieben die Vorteile einer dualen Ausbildung darlegen und Ihnen die gewünschte Hilfestellung für eine betriebliche Ausbildung leisten. Das AIM-Projekt ist nach wie vor eine unverzichtbare Schnittstelle zwischen den deutsch-ausländischen Unternehmen und den schwer vermittelbaren Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Durch die Akquisition und Motivierung der Migrantenbetriebe wird das ruhende Potential für den Ausbildungsmarkt, insbesondere für die schwer vermittelbaren Jugendlichen in Schleswig-Holstein, aktiviert. Nachdem die Eignung für einen Betrieb als Ausbildungsplatz erworben wurde, helfen wir dem Unternehmen die passenden Bewerberinnen und Bewerber zu finden und die formale Abwicklung für die Ausbildung zu bewerkstelligen.

Die intensive Betreuung der Betriebe und der vermittelten Auszubildenden führt zu weniger Abbrüchen und zu erfolgreicheren Abschlüssen der Ausbildung. Durch die Akquisition neuer Ausbildungsplätze trägt das AIM-Projekt maßgeblich zur Steigerung des Fachkräftepotentials bei.

 
Die Nachhaltigkeit der AIM-Projekt-Arbeit


Die Erfahrung mit Migrantenbetrieben hat uns gelehrt, dass die neu geschaffenen Lehrstellen dann besetzt werden, wenn wir den Betrieben bei der Auswahl der Auszubildenden und beim Ausfüllen der Ausbildungsverträge helfen. Das gilt auch für die Anmeldung der Auszubildenden bei der zuständigen Berufsschule. Häufig übernehmen wir eine Vermittlerrolle, wenn zwischen dem Unternehmer und den Auszubildenden Probleme entstanden sind.

Jugendliche mit Migrationshintergrund haben oftmals starke Motivierungsdefizite. Diese begünstigen dann oftmals den Abbruch von begonnen Ausbildungs-, Arbeits-, oder Qualifizierungsmaßnahmen. Die Mitarbeiter vom AIM-Projekt betreuen daher die Jugendlichen auch nach der Aufnahme einer Ausbildung, Qualifizierungsmaßnahme oder der Aufnahme an einer weiterführenden Schule. Dadurch lassen sich Motivation und Durchhaltevermögen der Teilnehmer_innen stärken.

Die bereits erfolgreich vermittelten Jugendlichen werden nach Möglichkeit in regelmäßigen Abständen weiterhin telefonisch aufgesucht. So erfahren wir wie es diesen Jugendlichen ergeht und ob sie zusätzliche Hilfe benötigen. Auch die Jugendlichen selbst besuchen weiterhin unsere Büros, um von unseren verschiedenen Aktivitäten zu erfahren. Somit erfahren auch wir nebenbei die Neuigkeiten von der Ausbildung, der Schule oder dem Praktikum unserer Jugendlichen. Auch nach Abschluss der Ausbildung oder der weiterführenden Schule greifen die Jugendlichen auf die Unterstützung des AIM-Projekts zurück oder empfehlen uns weiter. Wir stehen weiterhin für unsere bereits betreuten oder vermittelten Jugendlichen und ihren Familien zur Verfügung. Der Kontakt mit den Ausbildungsbetrieben und den Betreuern wird selbstverständlich auch weiterhin durch Besuche oder telefonische Kontakte aufrechterhalten. So können nachfolgende Jugendliche von den Erfahrungen profitieren.

 
Förderung der Mädchen und jungen Frauen mit Migrationshintergrund

 

Viel junge Frauen mit Migrationshintergrund, die nicht in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, weisen ein großes sprachliches Defizit auf. Gründe hierfür sind u. a., dass sie jung geheiratet, früh Kinder bekommen und sich außerhalb des Familienkreises kaum aufgehalten haben. Dementsprechend besitzen viele dieser jungen Frauen auch keinen deutschen Schulabschluss und haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Die Anzahl der Mädchen und jungen Frauen mit Migrationshintergrund im AIM-Projekt hat sich über die Jahre erfreulicherweise regelmäßig erhöht.

Neben der Vermittlung besteht unsere Aufgabe auch in der Prävention. So konnten wir durch intensive Motivationsarbeit, z. T. in Kooperation mit den jeweiligen Familien, Jugendliche vor Ausbildungs- und Schulabbrüchen bewahren. Das AIM-Projekt eröffnet den jungen Frauen und Müttern neue Perspektiven für ihre Zukunft. Es hat sich gezeigt, dass gerade dieser Personenkreis hoch motiviert ist, wissensdurstig Sprachkurse belegt, Schulabschlüsse nachholt und Ausbildungen absolviert. Die Triebfeder ihres Handelns ist mitunter auch die Erkenntnis, dass sie durch schulische Bildung und Beherrschung der deutschen Sprache ihre Kinder bei der Integration in die deutsche Gesellschaft besser unterstützen können.

Unsere Mitarbeiter in Lübeck und Elmshorn leisten gerade bei diesem Thema große Überzeugungsarbeit bei den Eltern, falls hier Bedenken gegen die Ausbildungswünsche ihrer Töchter vorliegen. Somit werden bestehende Vorurteile bei den Eltern abgebaut. Die jungen Frauen hingegen werden ermutigt ihre beruflichen Ziele weiterhin zu verfolgen. Somit fördert das AIM- Projekt auch ansatzweise die Emanzipationsbemühungen junger Frauen mit Migrationshintergrund. Obwohl Frauen- und Mädchenarbeit nicht explizit Gegenstand unserer Projektarbeit ist, wird sich das AIM-Team auch künftig mit besonderem Augenmerk für die berufliche und schulische Integration junger Migrantinnen engagieren.

 
Die Zusammenarbeit mit den Kammern und anderen Netzwerkpartnern
 
Das AIM-Projekt leistet Netzwerkarbeit vor Ort mit verschiedenen ausbildungsrelevanten Partnern, wie z.B. IQ-Netzwerk SH, Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein, Berufsausbildung- und Qualifizierungsagentur Lübeck – BQL, Jugendamt Lübeck, Schulamt in der Hansestadt Lübeck, IHK Lübeck, Handwerkskammer Lübeck, Gemeindediakonie Jugendmigrationsdienst, den Agenturen für Arbeit in Lübeck und Elmshorn und den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in den jeweiligen Projektstandorten.
Die TGS-H führt in Lübeck, Elmshorn und Umgebung im Rahmen des AIM-Projekts deutsch-türkische Elternabende durch. Hier knüpfen die AIM-Mitarbeiter Kontakte zu den Eltern, um ihnen die Notwendigkeit für gute und höhere Bildung zur Erfüllung des Berufswunsches der Jugendlichen zu vermitteln. In Zusammenarbeit mit der Berufsberatung werden Besuche des Berufsinformationszentrums (BIZ) und bei den Agenturen für Arbeit organisiert. Des Weiteren kooperierten wir wieder mit Sportvereinen, Moscheen, mit dem Stadtteilzentrum Burgtor, der Migrationssozialberatung der AWO, mit dem Haus der Kulturen, der Gemeindediakonie, dem Türkischer Elternbund, mit dem Alevitischen Kulturverein, der Volkshochschule (VHS) und dem Türkischer Arbeitgeberbund (TAB).

In Elmshorn und Lübeck arbeiten unsere AIM-Mitarbeiter weiterhin gemeinsam mit der örtlichen Polizei und dem Jugendamt im kriminalpräventiven Rat. Neben der Gewaltprävention spielen besonders Fragen der Einbindung und Integration von auffällig gewordenen Jugendlichen mit Migrationshintergrund eine besondere Rolle Öffentlichkeitsarbeit im engeren und weiteren Sinne

 

   Neben der Öffentlichkeitsarbeit durch unsere kontinuierliche Präsenz bei Messen und Veranstaltungen werden die Aktivitäten oder Termine des AIM-Projektes darüber hinaus regelmäßig in verschiedenen regionalen und türkischsprachigen Tageszeitungen, sozialen Netzwerken, im Internet und sogar im Fernsehen veröffentlicht. Des Weiteren werden folgende Arbeiten von uns in der Öffentlichkeit vorgenommen:

  • Aufsuchende Sozialarbeit in Jugendzentren, Moscheen, türkischen Sportvereinen und Selbsthilfeorganisationen, um zur Berufsbildung zu motivieren.

  • Eltern und Familien aufsuchen um über Ausbildungsmöglichkeiten informieren und aufklären

  • Hinführung und Begleitung der Jugendlichen Migranten zum Arbeitsamt für die Vermittlung adäquater Qualifizierungsmaßnahmen

  • Begleitung der Betriebsinhaber von Migranten-Unternehmen zum Auswertungsgespräch bei den Kammern

  • Veranstaltungsprogramme entwerfen und koordinieren

  • Freizeit- und Motivierungsangebote in den Räumlichkeiten von unseren Projektbüros organisieren und planen.

Schlussbemerkungen und Ausblick

 

Ein friedliches und solidarisches Zusammenleben kann sich nur dann etablieren, wenn junge Menschen die gleichen Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erhalten. Daher sind die Zielgruppen des AIM-Projekts sowohl Jugendliche mit Migrationshintergrund, die alleine nicht im Stande sind, den Anforderungen der Arbeits- und Ausbildungswelt gerecht zu werden und Migrantenbetriebe, die nicht aus eigener Kraft ihr wertvolles Potential dem Ausbildungsmarkt zur Verfügung stellen können.

Das AIM-Projekt AIM hat sich als eine unverzichtbare Schnittstelle zwischen den Betrieben und den Jugendlichen mit Migrationshintergrund etabliert und genießt ein großes Vertrauen unter allen beteiligten Akteuren. Wir sind stolz, dass wir inzwischen in Belangen der Ausbildungsproblematik nicht nur eine Anlaufstelle für türkischstämmige Jugendliche sind. Unter unseren mittlerweile 2728 registrierten Jugendlichen befinden sich junge Menschen aus vielen verschiedenen Herkunftsländern. Unsere Türen stehen allen Nationalitäten offen, weil auch das offensichtliche „anders sein“ viele Jugendliche verbindet.

Neben dem Bewerbungscoaching hat sich die nachträgliche Betreuung von Migranten-Betrieben, um angefangene Ausbildungsverhältnisse zu sichern und zu betreuen als ein arbeitsintensiver, aber sehr wichtiger Teilbereich vom AIM-Projekt erwiesen. Dadurch wird ein soziales Netz geknüpft, der sich über alle Belange der Community erstreckt. Diese parteilose enge Verflechtung mit den Betrieben bringt ein besonderes Vertrauensverhältnis zutage. Die Migranten-Unternehmen sind somit in ständiger Tuchfühlung mit der TGS-H und können für etwaige Aktionen und Veranstaltungen stets gewonnen werden.

Die Handlungsfähigkeit von Migrantenselbstorganisationen zu stärken ist ja auch die Zielvorgabe des Nationalen Integrationsplans. Wir als Migrantenselbstorganisation konnten vielfach sowohl quantitativ als auch qualitativ mehr innerhalb der Zielgruppe der Migranten erreichen als die Regeldienste, selbst wenn diese migrationsspezifisch ausgerichtet waren. Die kulturelle Nähe spielt auch hier eine sehr übergeordnete Rolle, die es stets zu beachten gilt.

Die TGS-H ist hierfür ein gutes Beispiel: Durch ihren Charakter als Dachorganisation vieler türkischstämmiger Migrantenselbstorganisation hat sie den kürzesten Zugriff zu den entsprechenden Communities. Die TGS-H wird daher vielfach als erste Anlaufstelle zur Beratung in vielfältiger Problematik genutzt. Dies und die generationsübergreifenden Projekte wiederum ermöglichen der TGS-H, das Anliegen des AIM-Projektes auch in die Familien hineinzutragen, die von anderen Trägern nur schwerlich oder gar nicht erreicht werden. Gerade im Bereich der Ausbildung ist die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus von elementarer Bedeutung. Besser als andere Träger vermag es die TGS-H diese Netzwerke zu initiieren, Verbindungen herzustellen um ganzheitliche Lösungen voranzutreiben.

Ohne die finanzielle Zuwendung des Ministeriums für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein wäre diese wertvolle Projektarbeit in dieser Größenordnung nicht denkbar. Die TGS-H bedankt sich für die Zusammenarbeit und für das entgegengebrachte Vertrauen aufs Herzlichste.

Informationsstand 16.02.2016
Rahmendaten
Verantwortlich Dr. Cebel Küçükkaraca
Projektleiter Herr Hakan Demirok
Projektzeitraum 01.09.1998 - 31.12.2017
Standorte Lübeck, Elmshorn, Kiel
Träger Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V.
Zielgruppe Jugendliche Migranten im Alter von 15 bis 25 Jahren


Kontakt
AIM-Projektbüro Lübeck
Ansprechpartner Herr Hakan Demirok
Holstenstr. 13 - 15
Lübeck
23552
Telefon 04 51/3 96 98-33; -34
Telefax 04 51/3 96 98 35
E-Mail Email


AIM-Projektbüro Elmshorn
Ansprechpartner Herr Fuat Aktaş
Hainholzer Damm 13a
Elmshorn
25337
Telefon 0 41 21/463 14 77 - 78
Telefax 0 41 21/463 16 01
E-Mail Email


AIM Projektbüro Kiel
Ansprechpartner Emrullah Bertizlioğlu
Elisabethstr. 59
Kiel
24143
Telefon 0431- 36 417 22 -23
Telefax 0431-76 117
E-Mail Email