Pressemitteilung zu den Ereignissen in der Türkei
Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein ist bestürzt über die Ereignisse in der Türkei seit Freitag, den 15.07.2016.

So wie es in demokratisch verfassten Staaten üblich ist, dass keine legitime Regierung gewaltsam abgesetzt werden sollte, ist die nun folgende „Säuberungsoperation“ unter Rechtsstaatlichen Gesichtspunkten inakzeptabel.

Zum 23. Jahrestag des Brandanschlags in Solingen
tgsh.gif Es sind bereits 23 Jahre seit dem 29. Mai vergangen, an dem durch einen rechtsextremistischen Brandanschlag fünf Frauen und Kinder in Solingen ermordetet wurden. Die Anschläge in Mölln, Rostock und Solingen motivierte damals die Gründung der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein. Ziel war es, gegen diese Welle der Gewalt ein Zeichen zu setzen und gemeinsam Lösungen für die Zukunft zu entwickeln. Vor allem hofften sie, dass durch langjährige Integrationsarbeit Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt gegen Einwander_innen und ihre Nachkommen der Nährboden entzogen werden könnte. Die unzähligen Erfolgsgeschichten ihrer Arbeit trösten allerdings nicht über die Tatsache hinweg, dass heute wieder Flüchtlingsunterkünfte beschmiert werden oder gar brennen - erschreckenderweise in einem bisher noch nie da gewesenen Ausmaß.

Ergebnisse der Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt
tgshlogo.gif Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H) hat die Ergebnisse der Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt mit großer Aufmerksamkeit und Bedenken registriert. Einerseits ist die steigende Wahlbeteiligung ein gutes Zeichen. Mehr Menschen interessieren ich für Politik und die Zukunft ihrer Heimat. Andererseits deckt sich allerdings die Entwicklung des öffentlichen Meinungsbildes in den letzten Monaten stark mit dem in den Wahlen zu beobachtenden Trend, dass die politische Mitte zunehmend unter Druck geraten dürfte, weiterhin eine liberale und weltoffene Integrations- und Gleichstellungspolitik zu vertreten.

20 Jahre Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein
tgsh.gif Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H) hat heute ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Festakt im Kieler Landeshaus unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten, Klaus Schlie, gefeiert. Als Vorreiter im Bereich der Integration setzt sich die TGS-H seit über zwei Dekaden für die rechtliche, soziale und politische Gleichstellung von Einwander_innen mit großem Erfolg ein. Ihr wichtigstes Augenmerk richtet sie dabei auf die Chancen, die sich durch Bildung, Ausbildung und Weiterbildung ergeben. Sie möchte nicht nur die Gleichheit der Menschen vor dem Gesetz erreichen, sondern auch die Chancengleichheit im Alltag herstellen.

Selbstmordanschlag auf Touristen in Istanbul
tgsh.gif Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein trauert um die Opfer des heutigen Selbstmordanschlags auf eine mehrheitlich deutsche Touristengruppe im historischen Zentrum von Istanbul.

„ELMA“ Jahresveranstaltung Neumünster
tgshlogo.gif Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. begleitet seit dem 01.01.2015 mit ihrem Projekt „ELMA - Eingliederung von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt“ Frauen und Männer ab einem Alter von 25 Jahren in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt.

Die zentrale Arbeit des Projekts besteht darin, die in den unterschiedlichsten Bereichen vorhandenen, aber nicht genutzten Potenziale der erwerbsfähigen Langzeitarbeitslosen zu erkennen und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen. Dazu führt die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein mit Hilfe ihres mehrköpfigen multikulturellen Projekttteams an den Standorten Kiel, Neumünster und Pinneberg unterschiedliche und auf die individuellen Interessen und Bedarfe der Teilnehmenden zugeschnittene Programme durch, welche insbesondere das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden stärken, vorhandene Vermittlungshemmnisse abbauen und die Perspektivlosigkeit verringern sollen.

Studie Bertelsmann Stiftung: Wenig Chancen für Jugendliche mit Migrationshintergrund oder Hauptschulabschluss
tgshlogo.gif

Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein sagt „Ja“ zu den Olypischen Spielen 2024 in Kiel
tgshlogo.gif Die TGS-H ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, an dem Bürgerentscheid zur Olympiabewerbung in der Landeshauptstadt Kiel am 29. November 2015 teilzunehmen.

Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. befürwortet die Teilnahme der Landeshauptstadt Kiel an der Bewerbung des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Freien und Hansestadt Hamburg um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympische Spiele im Jahr 2024.

23. Jahrestag des Brandanschlags von Mölln
tgshlogo.gif Am 23. November 1992 starben die zehnjährige Yeliz Arslan, die 14-jährige Ayşe Yılmaz und die 51 Jahre alte Bahide Arslan durch einen Brandanschlag von zwei Neonazis. Neun weitere Menschen wurden teils schwer verletzt.

Dreiundzwanzig Jahre liegen zwischen dem Brandanschlag von Mölln und heute, doch erscheint uns das Erinnern an die Ereignisse von damals wichtiger als jemals zuvor. Mit Besorgnis sehen wir wie Fremden- und Islamfeindlichkeit in breiten Teilen der Bevölkerung zunehmen. Regelmäßig kommt es zu Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte und zu Gewaltakten gegenüber Menschen, die in unserem Land Schutz und Frieden suchen. Wir müssen aus unserer Geschichte lernen und dürfen menschenfeindlichen Meinungen nicht das öffentliche Feld überlassen. Mölln darf nicht noch einmal passieren.

TGS-H verurteilt Anschläge in Paris
tgsh.gif Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein verurteilt die schrecklichen Anschläge in Paris auf das Schärfste und trauert mit den Opfern und Hinterbliebenen.

Europa muss in diesen schweren Stunden noch enger zusammenrücken und sich geschlossen auf die Werte besinnen, die unsere freiheitlich-demokratischen Gesellschaften ausmachen. Wir dürfen keinesfalls der Angst erliegen, die unter uns gesät werden soll. Diese gefährdet nämlich nicht nur unsere Freiheit und unsere Lebensweise, sondern wird auch von radikalen Gruppen für ihre Hetze gegen friedliche BürgerInnen unterschiedlichster Herkunft instrumentalisiert.