Am 15. März wird weltweit der internationale Tag zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit begangen. Die UN-Generalversammlung rief diesen Gedenktag 2022 aus. Anlass war der rechtsterroristische Anschlag auf zwei Moscheen im Jahr 2019 in Christchurch, bei dem 51 Menschen getötet wurden. Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein nimmt den Tag zum Anlass, um zu Solidarität, Aufklärung und politischem Handeln aufzurufen. In Deutschland erleben viele Menschen im Alltag antimuslimischen Rassismus. Der Monitoringbericht 2025 des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors (NaDiRa) zeigt, dass Diskriminierungserfahrungen für viele zum Alltag gehören. Demnach berichten 61 % muslimischer Frauen von subtiler Diskriminierung im Alltag, 38% von regelmäßigen negativen Erfahrungen im öffentlichen Raum.
Der Landesvorsitzende der TGS-H, Dr. Cebel Küçükkaraca, erklärt: „Der heutige Gedenktag erinnert an die Opfer rassistischer Gewalt und macht zugleich deutlich, dass die Bekämpfung von antimuslimischem Rassismus eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Politik, Medien und Zivilgesellschaft stehen gemeinsam in der Verantwortung, Diskriminierung konsequent zu benennen, Betroffene zu schützen, Antidiskriminierungsstrukturen zu fördern und gleichberechtigte Teilhabe zu stärken.“
Wir stehen solidarisch an der Seite aller Menschen, die von antimuslimischem Rassismus betroffen sind. Eine demokratische Gesellschaft lebt von Respekt, Gleichberechtigung und dem Schutz der Würde jedes Menschen und dem Recht auf ein Leben ohne Angst und Diskriminierung.





16.03.2026, 15:34 - redaktion

